Montag 28 Mai 2018

 

Rheinpfalz-Artikel vom 11.06.2016

 

Rheinpfalz-Artikel vom 24.12.2012

 


 

 

 

 

 

 

 

Benefizkonzert – 10.11.2012

Blue Light Big Band

Die Blue Light Big Band des Polizeipräsidiums Rheinpfalz spielt zu Gunsten der Typisierungsaktion "Hilfe für Alex".

Mehr hier.

 

 

 

 

 


 

Quelle: Die RheinPfalz, 31.05.2012

Rheinpfalz-Artikel vom 01.06.2012: "Löwen-Stars zeigen Herz für Alexander Rück"

Bericht "Löwen gewinnen für den guten Zweck" auf der Homepage der Rhein-Neckar Löwen

 

Das Benefizspiel unter dem Motto "Alle für Alex" zwischen der TuS Neuhofen und den Rhein-Neckar-Löwen endete 23:50 für den Favoriten.

Bilder zum Spiel sind in der Galerie.


Hilfe für Alex und andere – Typisierungsaktion am 13. Mai 2012 – Ein Rückblick

Anfang Januar kommt die schlimme Nachricht: Alex hat Leukämie - plötzlich, niemand weiß warum. Entsetzen bei allen, die davon erfahren. Verwunderung, warum gerade Alex? War er nicht immer unter den fittesten, zuverlässigsten? Jemand, der über Jahre nie krankheitsbedingt fehlte? Und jetzt ist er im Krankenhaus und wird therapiert. „Leukämie“, was heißt das überhaupt genau? Wie sind die Heilungschancen? Fragen, die wir uns alle stellen.

Die Auseinandersetzung beginnt, man macht sich kundig, erste, noch schwierige Kontakte zu Alex werden aufgebaut: Untersuchungen müssen noch abgewartet werden. Das wöchentliche Handballspiel gerät ob solcher Nachrichten zur Nebensache. Nach einiger Zeit gibt es erste Informationen, Telefonate mit Alex und seiner Familie geben Hoffnung: Es gibt gute Chancen, Diagnosen sind erstellt, Therapien beginnen und scheinen zu wirken. Doch zum endgültigen Sieg über den Krebs muss ein Stammzellenspender gefunden werden. Das kann dauern.

Wir fragen uns, was wir tun können, wie können wir als Verein helfen? Patrick hat die Idee einer Typisierungsaktion. Ein Kreis aus einigen Personen trifft sich. Einige haben Erfahrung damit, sind bereits typisiert. Vorurteile werden ausgeräumt, erste Informationen gewonnen. Der Beschluss es zu wagen, eine große Veranstaltung auf die Beine zu stellen, nicht untätig zu sein, wird gefasst. Auch wenn es viel Arbeit, Zeit und Energie kosten wird. Zahlreiche Ideen und Visionen stehen im Raum, einiges wird verworfen, vieles wird realisiert werden. Verantwortliche werden gefunden: Teamleitung, DKMS-Kontakt, Finanzierung, Helfer, Räumlichkeiten usw. sind einzelne Arbeitsbereiche. Der Funke hat gezündet. Wir nehmen Kontakt mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) auf. Frau Renz von der DKMS kommt aus Tübingen zu uns, informiert kompetent, rückt einige unserer Vorstellungen und Ideen gerade und bestärkt. Der Startschuss ist gegeben. Am 13. Mai soll die Typisierungsaktion unter dem Motto „Hilfe für Alex und andere“ stattfinden.

Die ersten Schritte sind schwierig. Wir sind noch unerfahren – von Zurückhaltung und teilweiser Ablehnung enttäuscht und verwundert – Es geht doch um eine gute Sache. Wir merken, dass ausführliche Aufklärung und Information wichtiger sind, als wir dachten, dass nichts von selbst läuft. Die Öffentlichkeitsarbeit beginnt mit „facebook“ und einer Pressekonferenz, die Sache kommt ins Rollen. Das wöchentliche Treffen der Initiativgruppe wird zum Austausch und zeigt uns, dass es voran geht. Die Unterstützung nimmt zu. Bürgermeister und Landrat können als Schirmherren gewonnen werden, die Rehbachhalle, unser „Wohnzimmer“, wird als Räumlichkeit zur Verfügung gestellt. Verwaltungen und viele Firmen zeigen Unterstützungsbereitschaft.

Es beginnt zu laufen: Viele positive Resonanzen gehen ein. Handballvereine der Umgebung bekunden ihre Unterstützung und Teilnahmebereitschaft, sportliche Rivalitäten treten in den Hintergrund, Solidarität ist wichtiger. Etwa 200 Helferinnen und Helfer werden wir benötigen, die Bereitschaft mitzuwirken ist enorm: Beim Aufbau, als Datenerfasser, medizinisches Personal zum Blutabnehmen, Kuchenspender. Materialien und Geräte müssen organisiert werden. Die Öffentlichkeitsarbeit kommt in Fahrt: Soziale Netzwerke, Homepage, Plakate, Ansprache von Gruppen, Presse und Radio verbreiten die Nachricht von der Typisierungsaktion und bringen Aufklärung, was es heißt, sich typisieren zu lassen, ggf. schwerkranken Menschen zu helfen. Das alles ist teuer: 50€ kostet jede Blutanalyse, Spenden werden benötigt. Auch eine Information, die wir deutlich transportieren müssen. Info-Stände in Shopping-Malls, Supermärkten Maimarkt, der Videowürfel der Rhein-Neckar-Löwen in der SAP-Arena geben uns die Möglichkeit Werbung zu machen. Und das Wichtigste: Alex geht es den Umständen entsprechend gut, er ist zu Hause und wartet jetzt auf einen geeigneten Spender.

Die letzten Tage vor dem 13. Mai bringen weitere gute Nachrichten: Alles läuft gut, Helfer sind gefunden, die Solidarität und Unterstützung nehmen tolle Formen an, die Öffentlichkeitsarbeit hat sich gelohnt, viele Menschen wissen Bescheid, wollen kommen, spenden in Geschäften, Arztpraxen oder auf das Spendenkonto. Viele Firmen und Gruppen unterstützen und finanziell und ideell. Der Feinablauf der Großveranstaltung wird geplant: Parkplätze, Besucherinformationen, Verpflegung und vieles andere müssen im Detail organisiert werden. Wir wissen nicht, wie viele Menschen zum Typisieren kommen werden. Frau Renz denkt, dass die Zahl vierstellig werden wird, viele aus dem Team sind eher skeptisch.

Am 13. Mai, es ist der Muttertag, meint es der Wettergott gut mit uns: Ein Tag voller Sonne bei Temperaturen knapp unter 20°. Alle sind gespannt, um 10 Uhr ist Helferanweisung, um 11 geht’s los. Alle Erwartungen werden übertroffen. Viele kommen aus nah und fern, um sich typisieren zu lassen, Handball- und Fußballmannschaften sind als komplette Teams vertreten, Menschen, die sich nicht mehr typisieren lassen dürfen, kommen extra vorbei, um zu spenden, und, und, und... . Alles funktioniert wie geplant, die Wartezeiten sind auch in Stoßzeiten kurz, die vielen Helferinnen und Helfer auf dem Parkplatz bei der Datenerfassung, der Verpflegung und der Blutabnahme machen einen engagierten und tollen Job. Am Ende können sich 1861 Menschen typisieren lassen, 18.100 Euro werden zusätzlich zu den über 22.000 im Vorfeld gestifteten Euro gespendet. Der Aufwand hat sich gelohnt.

Ein toller Tag, der ein Gemeinschaftsgefühl erzeugt, mit Alex, mit anderen Erkrankten, im Verein, unter Handballern, im Dorf, vielleicht sogar in der Region. Ganz viele haben dazu beigetragen An erster Stelle alle Blut- und Geldspender. Die unzähligen Helferinnen und Helfer vor Ort, Firmen, Verwaltungen, Gruppen, die uns im Vorfeld unterstützt haben, das Orga-Team und viele mehr. Der Anspruch auf Vollständigkeit würde den Rahmen sprengen. Anerkennung und Dank gilt allen hier Genannten und Ungenanten, die – und sei es im Verborgenen – auf so vielfältige Art und Weise zum Gelingen, zur Solidarität, zur „Hilfe für Alex und andere“ beigetragen haben und damit die Hoffnung schwerkranker Menschen auf ein neues Leben unterstützt haben.

Auch nach der Typisierungsaktion geht das Spendensammeln weiter, die Rhein-Neckar-Löwen bieten uns sogar ein Benefizspiel an, eine tolle Veranstaltung, die weitere Einnahmen für die gute Sache bringt. Doch die beste Nachricht kommt kurz nach dem 13. Mai: Ein Spender für Alex scheint gefunden. Das Knochenmark kann transplantiert werden, das Licht am Ende des Tunnels flackert auf.

 

Tobias Grehl

 

 


Vielen Dank an alle Helfer!

In einem offenen Brief bedankt sich Ute Stauch, unsere für die Helferkoordination zuständige Organisatorin, bei allen Helfern und Unterstützern der Typisierungsaktion vom 13. Mai.


 

Mehr Informationen unter: http://alex.tus-neuhofen.de

oder auch bei Facebook: Hilfe für Alex und Andere