825Jahre_Neuhofen
Sonntag 5 Juli 2020


Liebe Handballfreunde,

die Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) hat zunehmend Auswirkungen auf den organisierten Sport. Durch die Dynamik der derzeitigen Infektionsausbreitung ändert sich die aktuelle Situation sehr schnell und es können derzeit keine längerfristigen Vorhersagen gegeben werden. Es ist nicht möglich, allgemeingültige Vorgaben und Empfehlungen für alle Sporttreibenden und/oder Sportveranstalter zu treffen, nichtsdestotrotz möchten auch wir versuchen, im Rahmen unserer Möglichkeiten bestmöglich über die aktuelle Situation zu informieren. 

Aufgrund der anhaltenden Verbreitung des Coronavirus auch in der Region hat die Stadt Ludwigshafen am 6.3. umfangreiche Richtlinien zur Durchführung für alle öffentlichen Veranstaltungen in einer hierzu verfassten Allgemeinverfügung festgelegt. (nachlesbar unter: https://www.ludwigshafen.de/buergernah/buergerservice/aktuell/informationen-zum-coronavirus/) Die Stadt Ludwigshafen hat am 9.3. noch weitere Maßnahmen kommuniziert, was bei manchen Vereinen in Ludwigshafen zu Verschärfung der Maßnahmen bei Veranstaltungen zur Folge hatte (Zuschauerausschluss).

Am Montag hat nun die Stadt Wörth in einem Bürgerbrief informiert, dass alle Sportveranstaltungen in der Halle (Rundenbetrieb) ohne Publikum stattfinden müssen. (nachlesbar unter: 
https://www.woerth.de/sv_woerth/Aktuelles/2020/20-03/B%C3%BCrgerbrief%20Corona-Virus/)

 
Die Kreisverwaltung Germersheim rät dringend davon ab, in den nächsten Wochen Veranstaltungen im Landkreis Germersheim durchzuführen. Wir appellieren an das Verantwortungsbewusstsein der Veranstalter. Besondere Risiken bergen folgende Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern aus unterschiedlichen Regionen oder Personen mit Kontakt zu Risikogebieten,  in geschlossenen Räumen mit körperlichen Kontakten. (nachlesbar unter:
https://www.kreis-germersheim.de/kv_germersheim/200310%20hinweis%20veranstaltungen.pdf

In dieser Situation sind die Vereine wieder enger zusammengewachsen und haben sich gegenseitig hervorragend unterstützt und es geschafft, den letzten Spieltag am 7./8. März zu organisieren. Besonderer Dank gilt den Ludwigshafener Vereinen und ihren Gegnern für die rasche und reibungslose Umsetzung der Vorgaben der Stadt Ludwigshafen. Immerhin hatte Mundenheim/Rheingönheim über 800 Zuschauer über das Wochenende zu erfassen. Inzwischen konnte auch mit dem Datenschutzbeauftragten der Stadt Ludwigshafen der Umgang mit den erfassten Daten geklärt werden. Nach Rücksprache mit dem Bereich Öffentliche Ordnung und dem Gesundheitsamt sind die personenbezogenen Daten der Veranstaltungsteilnehmer 4 Wochen nach Veranstaltungsende beim Veranstalter zu speichern. Innerhalb dieser 4 Wochen kann das Gesundheitsamt diese Daten für infektionsschutzrechtliche Maßnahmen anfordern. Danach sind die Daten datenschutzkonform durch den Veranstalter zu löschen.

Wir haben mit Blick auf das kommende Wochenende und den Spieltag eine Mitteilung der TSG Friesenheim und eine eMail der VTV Mundenheim/TV Rheingönheim im MB veröffentlicht auch um den Gegnern die Chance zu geben sich, auf die mögliche Situation in Ludwigshafen vorzubereiten.

Die Mitarbeiter des PfHV waren die letzten Tage unermüdlich im Einsatz und haben alle Anfragen der Vereine beantwortet, die Vereine und auch die Verbandsmitarbeiter beraten.

Seit gestern überlegt der PfHV ernsthaft eine Unterbrechung der Spielrunde 2019/2020. Wir haben dazu Kontakt zu unseren Nachbar–Landesverbänden (Rheinland, Rheinhessen, Saarland, Hessen, Baden, Württemberg, Südbaden) aufgenommen sowie mit der Oberliga RPS und dem DHB. Der DHB empfiehlt (Stand: 10.03. 14:38h): “….weiterhin nur auf Anordnung der Behörden den Spielbetrieb auszusetzen. In Einzelfällen (z.B. krankheitsbedingter Ausfall mehrere Spieler) können die spielleitenden Stellen auch anderweitig entscheiden. Auf alle Fälle setzen spielleitende Stellen Spiele ab und nicht die Vereine selbst. Gleichwohl handeln wir mit Fingerspitzengefühl bei Wünschen der Vereine.”

Wir haben im Präsidium auch schon die Folgen einer möglichen Unterbrechung des Spielbetriebes diskutiert. Das Spieljahr 2019/2020 endet zum 30.6., bis dahin müssen alle Meister, Auf- und Absteiger und auch die Qualifikation für die Jugend mit Blick auf die Saison 2020/2021 abgeschlossen sein. Sollte die Situation keine sinnvolle Wiederaufnahme des Spielbetriebes zulassen, so trifft nach §52 der Spielordnung, die Spielleitende Stelle die Entscheidung über Meister, Auf- und Absteiger. Bei einem Abbruch der Saison und bei Anwendung des § 52 SpO sind Härten nicht zu vermeiden. Es sind nicht immer eine gerade Anzahl von Mannschaften (12) in einer Staffel. Das trifft auf die A- und B-Klassen der Männer und Frauen zu, und auf fast alle Jugendspielklassen. Außerdem gibt es bereits Spielverlegungen Richtung Ende der Saison.

Am kommenden Freitag treffen sich Vertreter der Landesverbände aus dem DHB-Präsidium (Hans Artschwager, Gunter Eckart, Stefan Hüdepohl) gemeinsam mit Andreas Thiel zur weiteren Abstimmung bzgl. des Umgangs mit dem Coronavirus (insbesondere vor dem Hintergrund der Spielbetriebe der Landesverbände). Im Nachgang des Treffens soll am Freitag eine entsprechende Information an die Landesverbände gesendet werden.

Wir werden zunächst in der Pfalz noch keinen Alleingang in Sachen Unterbrechung der Saison 2019/2020 vornehmen. Daher bitten wir alle, die Homepage des PfHV und einen möglichen kurzfristigen Newsletter zu verfolgen. Wenn wir die Spielrunde 2019/2020 unterbrechen, gehen wir dann auch von der sofortigen Absage aller Auswahl-Maßnahmen, Stützpunkttrainings, Workshops, Trainerlehrgänge, Verbandsjugendtag aus, bis einschließlich Absage unseres Verbandstags am 20.Juni. Inzwischen rechnen Experten wohl erst zum Herbst mit einer Beruhigung der Situation.

Wir sind im PfHV bzgl. der Entwicklung in Sachen Coronavirus nicht in Panik verfallen, aber: 

Wir als PfHV stellen die Gesundheit von unseren Mitgliedern, Spielern und Mitarbeitern in den Fokus.


|Ulf Meyhöfer|